Stipendium

Ausschreibung von Deutschlandstipendien für zugewanderte Studierende oder Flüchtlinge mit Studienberechtigung in wirtschafts- oder sozialwissenschaftlichen Studiengängen mit dem Schwerpunkt Personalwesen (Human Resources)

 

Die Stiftung Bildung und Beschäftigung übernimmt  ab 2017  im Rahmen der Regelungen für „Deutschlandstipendien“ jährlich jeweils die Förderung eines/einer Studierenden der Sozial-, Erziehungs- oder Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten Personalmanagement, Berufsbildung oder Erwachsenenbildung.

Das Deutschlandstipendium beträgt monatlich 300,– €. Die Stiftung übernimmt als Förderer die Hälfte der Stipendiumsmittel, um das Zustandekommen und damit die Vergabe eines Stipendiums zu ermöglichen. Die Vergabe erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung der Integration von hochqualifizierten Zuwanderinnen und Zuwanderern INTEZ e.V. (Essen), der sich um die Bereitstellung der Komplementärmittel bemüht und die monatlichen Zahlungen abwickelt. INTEZ e.V. hat sich die Förderung von Studierenden mit Fluchthintergrund besonders im Ruhrgebiet zur Aufgabe gemacht. Das Stipendium wird zunächst für ein Jahr bewilligt; eine Verlängerung ist möglich.

Zusätzlich eröffnet die Stiftung Stipendiaten / Stipendiatinnen unter Umständen die Möglichkeit des Hinzuverdienens als wissenschaftliche Hilfskräfte mit Aufgaben wie Literaturrecherchen, Ausarbeitung von Fallstudien usw.

Das Stipendium der Stiftung ist ab 2017 entsprechend den gesetzlichen Vorgaben grundsätzlich für alle Studierenden an Hochschulen mit einschlägigen Studiengängen für Personalmanagement ausgeschrieben. Es ist  ausdrückliche Absicht der Stiftung Bildung und Beschäftigung, dass diese Förderung besonders von Studierenden mit Fluchthintergrund genutzt wird.

Themen des Studienprogramms des/der Studierenden müssen Theorien, Ansätze und Projekte des betrieblichen Wandels sein. Insbesondere sollten Strategien und/oder Instrumente zur sozialverträglichen Gestaltung bei betrieblichen Re­strukturierungen Gegenstand von Studienleistungen der Bewerber/innen sein. Damit sind die Fragen des organisatorischen Wandels in Unternehmen angesprochen. Der Fokus kann dabei sowohl auf der Be­schäftigungssicherung in internen Arbeitsmärkten als auch auf der Erleichterung von Über­gängen in externe Arbeitsmärkte liegen. Zur Ansprache und Gewinnung von entsprechenden Kandidat/innen werden die mit der Realisierung von Deutschlandstipendien beauftragten Fachabteilungen der Hochschulen angesprochen.

Vorschlagsberechtigt sind Betreuerinnen und Betreuer von Studierenden  an deut­schen Hochschulen. Selbstbewerbungen sind ebenfalls zulässig.

Dem Vorschlag bzw. der Bewerbung müssen beigefügt sein

  • Name und aktuelle Adresse (inkl. Email-Adresse) des Bewerbers bzw. der Bewerberin
  • Nachweis der Studienberechtigung bzw. eine Kopie der Immatrikulationsbescheinigung
  • Stellungnahme eines Hochschullehrers oder eines Lehrbeauftragten
  • ein ausgedrucktes Exemplar der Studiengangs der entsprechenden Hochschule mit einer Ausrichtung auf Fragen des Personalmanagements
  • eine Kurzbeschreibung des bisherigen Bildungsgangs und des besonderen Interesses für Fragestellungen des Personalmanagements (Motivationsschreiben)

 

Kriterien für die Vergabe des Stipendiums sind neben der wissenschaftlichen Qualität das besondere Engagement und die Bereitschaft, soziale Verantwortung zu übernehmen

Die Entscheidung über die Vergabe von Stipendien wird entsprechend der gesetzlichen Vorgaben von den dafür beauftragten Instanzen der Hochschulen in Abstimmung mit Vertretern der Stiftung und INTEZ e.V. getroffen.

Im Übrigen gelten die einschlägigen gesetzlichen Vorgaben für „Deutschland-Stipendien“.

 

Die Stiftung Bildung und Beschäftigung wurde 1986 als „Deutsche Thomson Stiftung“ von dem französischen Elektronikkonzern Thomson gegründet, um den Gedanken der sozialver­träglichen Bewältigung des wirtschaftlichen Strukturwandels mit Hilfe von Analysen, Gut­achten, Konferenzen und Beratungsprojekten zu propagieren. Diese Zielsetzung beruht auf der Tatsache, dass in dem Konzern bereits in den frühen 1980er Jahren versucht wurde, die sozialen und arbeitsmarktpolitischen Folgen von Betriebsschließungen und -restrukturierun­gen durch Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften und ähnliche Ansätze des Be­schäftigtentransfers aufzufangen. Seit dem Rückzug des Stifters aus der Stiftung zu Beginn der 1990er Jahre wird die Stiftung unter ihrem jetzigen Namen mit unveränderter Aufgaben­stellung von ehemaligen Thomson-Führungskräften sowie unabhängigen Wissenschaft­ler/innen, Arbeitsmarktexpert/innen und Praktiker/innen in Vorstand und Beirat weitergeführt.

Vorschläge bzw. Bewerbungen sind zu richten an:

INTEZ e.V. (s. Homepage)

oder

Stiftung Bildung und Beschäftigung, Dr. Heinz Hinrich Schmidt , Albertus- Magnus Str. 77, D 27259 Duisburg; – dr.h.h.schmidt –at- email.de